Herzlich willkommen auf der Internetseite des Jahresheftes der Evangelischen Frauenhilfe der Kantone Aargau, Basel, Glarus, Luzern, Schaffhausen und Thurgau

Die Geschichte des Jahresheftes
(Quelle: Frauen für Frauen–einst und jetzt, V. E. Müller)

Als Erstes entstanden die sog. Kollektenblätter. Ab 1930 hiessen sie dann Verbandsblätter. Ab 1902 verteilten die Sammlerinnen den „Geberinnen“ jährlich zwei Gratisheftchen, daher der erste Name „Kollektenblatt“. 1928 lag die Auflage des Kollektenblattes bei beachtlichen 47'000 Stück.

Obschon der Verband die Kosten trug, informierten die Broschüren weder über eigene, noch über die Arbeit der Sektionen. Das Heftchen musste den Geschmack des Zielpublikums treffen, war es doch nicht nur ein Dankeschön an treue Spenderinnen, sondern auch Werbebotschaft der Frauenhilfe.

Von Anfang an sah die Frauenhilfe eine ihrer Hauptaufgaben darin, mit der Verbreitung von Schriften Frauen über wichtige Lebensaufgaben zu informieren. Die kleinen Broschüren waren in einfacher Sprache abgefasst, vielfach kam die Botschaft als kurze Geschichte zur Adressantin.

Die erste Präsidentin, Lily Zellweger Steiger, die im Jahr 1901 ihr Amt aufnahm, verlangte im Blatt Nr. 7 „Mutterpflicht und Wahrheit“, dass Mütter ihre Söhne als Teil der Aufklärung zur Achtung vor den Frauen erziehen. Sie hielt nichts von einem einseitigen Verständnis „ehelicher Pflichten“. Dem Blatt Nr. 32: „Wie kann die Frau ihren Mann abends zu Hause behalten?“ folgte Nr. 22 „Wie kann ein Mann seine Frau glücklich machen?“. Spätere Jahrzehnte – dem Zeitgeist folgend – setzten andere Akzente.

Das Postkartengrosse Heft überlebte das Ende der Frauenhilfe, vom Jahresbericht 1999 stolz als „Unser Schatzkästchen Verbandblatt“ charakterisiert.

Die sieben Werke der Evangelischen Frauenhilfe haben sich zum Ziel gesetzt dieses Schätzkästchen als solches zu bewahren und ihm dennoch eigene aktuelle Akzente zu setzten.