Titelseite_jahresheft_2012

Editorial


Jeder Lebensweg beginnt mit der Geburt, aber schon das Ankommen in dieser Welt ist so unterschiedlich, wie die Menschen selbst.
Freudig erwartet – willkommen – zaghaft angenommen – nicht erwünscht ... und ebenso unterschiedlich Hautfarbe und Aussehen und „Gaben, die uns in die Wiege gelegt werden“ Charakter, Talente, Fähigkeiten, Ort, Mutter, Vater, Eltern Familie. Wir werden nicht gefragt, können nicht wünschen oder sogar auslesen. Und was machen wir daraus? Und ist nicht das Glück auf unserm Lebensweg, mit dem wir unsere „Gaben“ mehren könnten, auch so unterschiedlich verteilt?
Vielleicht gehören Sie, liebe Leserin, lieber Leser, zu den Glücklichen, die ganz zufrieden sind beim Zurückschauen auf ihren Lebensweg. Doch da sind andere, die das Rad des Lebens gerne zurückdrehen möchten, um alles anders zu machen oder jene, denen das Glück in der Hand zerfloss. Sind sie nicht tröstlich, die Worte der Theologin Alexandra Flury: „Nicht alles ist planbar“ und unterwegs sind wir alle – angenehm spazierend – mühsam, oft gefährlich, kräfteraubend, sichtlos wandernd – und pilgernd, immer das Gute und Lebenswerte suchend.


Lotti Uehlinger