Editorial

In ganz verschiedenen Situationen in unserm Leben warten
oder hoffen wir auf einen Lichtblick. Nur schon an einem
ganz normalen Alltag, wo wieder einmal vieles erledigt sein
sollte, am Arbeitsplatz, wenn die Erwartungen fast unerfüllbar sind, kann eine Ruhepause ein Lichtblick sein, um neue Energie aufzutanken.

Erwartungen auf Lichtblicke aus tiefster Seelennot, bei
einer schweren Krankheit, einem tiefschürfenden Schicksalsschlag, wo wir das heller werden im dunkeln Tunnel noch nicht sehen, können Hoffnungen stärken, die uns Lebenskraft geben.


Aber sind wir auch immer fähig und offen, die Lichtblicke
wahrzunehmen und haben wir die Kraft, darauf zu warten?


Kraft, auch die Lichtblicke im Unabänderlichen zu spüren
und wahrzunehmen, wie die blinde Frau es tut?


Die Beiträge im Heft zeigen uns aber auch, dass Lichtblicke
in der Jugend ganz anders sind und auch anders erlebt
werden als im Alter, wo schon kleine Aufmerksamkeiten
fast wie ein Regenbogen nach einem schweren Gewitter
erfreuen können.


 
Lotti Uehlinger